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Tradition und Geschichtliches vom Hause der Familie von Riedmatten
Schon um 1530 verpflegte sich der Walliser Humanist Thomas Platter im
damaligen "Oberen
Wirtshaus " dem Vorgänger des ab 1894 als Gasthaus bekannten
heutigen Hotel Croix d`Or
et Poste. Die Gebäulichkeiten waren ursprünglich
Herrschaftssitz der adeligen Familie von
Riedmatten, aus deren mehrere hohe Persönlichkeiten in
Kirche und Politik hervorgingen.
Das Haus wurde anno 1620 von Hubert Lagger erbaut. Mit ihm war der grösste
Glanz der
noblen Familie verbunden. Die Ausstattung des Stammsitzes " supra
Ecclesia " zeugt noch
heute von der einstigen Pracht. Der Ostflügel, ein kleineres Gommerhaus,
wurde von Meier
Anton Lagger, dem Schwiegervater des Obersten Peter von Riedmatten (gest.1644),.durch Erbschaft an die Familie von Riedmatten weitergegeben.
1677 / 78 fügte der Sohn des Obersten, des späteren Landeshauptmanns Peter,
den heut-
igen Mitteltrakt in Form eines stattlichen Gommerhauses hinzu. Zugleich
stattete er den
Raum des Ostflügel, die alte Gaststube des Meiers Lagger reich aus. Im
zweiten Stock des
rückseitigen Mauerteils richtete er seine Hauskapelle ein. Bannerherr
Adrian
von Riedmatten
( gest. 1719 ), setzte nicht nur den schönen Ofen in die Stube,
sondern
er veränderte auch das
alte Laggerhaus durch Einbau einer Kehrstiege. Sein
Werk ist zudem der zweigeschossige
steinerne Westflügel.
Der im Jahre 1743 kinderlos verstorbene Peter Anton von Riedmatten vermachte den
ländlichen " Palast " schliesslich Peter Valentin aus der jüngeren
Linie der von Riedmatten.
Im Laufe der Zeit
Um das Jahr 1850 vermieteten die Noblen von Riedmatten ihren Stammsitz an die
Familie Bapist Guntern zum Betrieb eines Hotels. Anno 1894 erfolgte der Verkauf
des Gebäudes an
die Mieterfamilie, die nach umfassenden Umbauarbeiten das Hotel Croix d`Or et Poste
er - öffneten. In den folgenden Jahren wechselte der Betrieb
mehrmals den Besitzer. Eduard Seiler,
Gebrüder Werlen, A. Nessier, H.
Lagger bis zum heutigen Besitzer Simon und Ruth
Aellig - Bumann, die zuerst als Pächter, später dann 1979 das Hotel kauften.

Prominenz
Im Hotel Croix d`Or et Poste in Münster trafen sich seit jeher prominente
Leute:
Im selbigen Jahr 1530, als Thomas Platter mit seiner " Fröw " in Münster
genächtigt hatte,
trafen sich in
den geistliche Räumen auch Kardinal Schiner und sein Glaubensgegner Ulrich
Zwingli zu
einer wichtigen Besprechung. 1779 nahm kein geringerer als der deutsche Dichter
Goethe in Münster Nachtquartier. 1865 Edgar Whymper, der Erstbesteiger des
Matterhorns,
1897 Monsieur Ratti, der spätere Papst Pius XI., der von einer
Reise ins Wallis nach Münster
kam um von Münster aus auf das Blinnenhorn und via Griess nach Mailand zu
gelangen.
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